05.11.2019 09:09

Demenz und KESB

Der Förderverein Tageszentrum Talbach bietet heute Donnerstag einen interessanten Abend mit Referat, Podiumsdiskussion und Fragerunde zu diesem sehr wichtigen Themenkreis.

Frauenfeld In Ihrem Referat führt Frau lic. iur. Marianne Wolfensberger (Beauftragte Recht und Politik, Alzheimer Schweiz) in das Thema ein. Bei Menschen, die an Demenz erkrankt sind, spielen die Angehörigen eine wichtige Rolle. Nach und nach übernehmen sie immer mehr Aufgaben, die der kranke Partner/die kranke Partnerin oder der betroffene Elternteil nicht mehr selber ausführen kann. Sie vertreten ihn in administrativen Angelegenheiten, führen Gespräche mit dem Arzt und weiteren involvierten Personen, bis sie schliesslich alle Aufgaben stellvertretend regeln müssen. Doch: Wer darf bei Demenz was tun? Sind die Angehörigen in all diesen Situationen berechtigt, diese Aufgaben zu übernehmen oder braucht es teilweise erwachsenenschutzrechtliche Massnahmen, damit der rechtliche Rahmen zum Schutz der Betroffenen wie der Angehörigen gewährleistet ist? Die Referentin erläutert die rechtlichen Grundlagen und informiert über die Rolle und Aufgaben der Erwachsenenschutzbehörde. Beim anschliessenden Podium sprechen die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen in der Praxis: neben der Referentin sind dies Frau Olivia Trepp (lic. iur., Präsidentin KESB Frauenfeld) und Frau Dr. med. Corinna Stöckel, therapeutische Leiterin der Alterstagesklinik Weinfelden). Felix Wirth (Vorstandsmitglied Förderverein Tageszentrum, ehemaliger Leiter Alterszentrum Park) moderiert das Podium mit Diskussion und Fragen aus dem Publikum.

Der Eintritt ist frei – anschliessend sind Sie herzlich zu einem kleinen Apéro eingeladen – also nicht verpassen: Donnerstag, 31. Oktober, 19 Uhr, im Rathaus Frauenfeld. ⋌red