Visualisierung: So könnte das Wohn- und Gewerbehaus aussehen. z.V.g.
1/1 Visualisierung: So könnte das Wohn- und Gewerbehaus aussehen. z.V.g.
13.11.2019 08:00

«Ohne Tiefgarage macht's keinen Sinn»

In das Bauprojekt Wohn- und Gewerbehaus «Schööfferwis» in Kaltenbach soll eine Tiefgarage integriert werden. Der Gemeinderat informierte vergangene Woche darüber.

Wagenhausen Die Traktandenliste der Gemeindeversammlung vom 22. November ist nicht gerade schlank. Insgesamt sieben Punkte sind aufgeführt, die zusammen mit den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern durchgegangen werden sollen. Die letztjährige Versammlung dauerte bis um 22.30 Uhr. Diesmal will Gemeindepräsident Roland Tuchschmid, dass die Traktanden «in einer christlichen Zeit» besprochen werden. Aus diesem Grund informierte er vorgängig über drei Projekte, über die die Stimmbürgerschaft abstimmen wird.

Tiefgarage ohne Widerstand

Rund fünfzig Personen nahmen an der Informationsveranstaltung teil. Auf grosses Interesse stiess die Integration einer Tiefgarage in das Bauprojekt «Schööfferwis». Diese soll 450'000 Franken kosten. Für Tuchschmid ist der Nutzen einer Tiefgarage unumstritten: «Das wäre eine gute Sachen, weil wir dann weniger Land obendurch verbauen müssten. Ohne Tiefgarage macht's keinen Sinn.» Vor allem, so Tuchschmid weiter, weil auf die Ärzte am Rhein AG ein regelrechter «run» zukommen könnte. «Mehr Mitarbeiter bedeuten mehr Patienten. Dafür braucht es mehr Parkplätze», schlussfolgert der Gemeindepräsident. Widerstand sei aus der Bevölkerung kaum spürbar gewesen. Immerhin hätte die Stimmbürgerschaft dem Bau des Wohn- und Gewerbehauses «Schööfferwis» damals mit grossem Mehr zugestimmt. Ebenfalls abgestimmt wird am 22. November über ein neues Tanklöschfahrzeug, das 250'000 Franken kosten soll. Das Alte sei nicht mehr das, was es aus heutiger Sicht brauche. «Das ist einfach nötig. Damit die Feuerwehr wieder 'up to date' ist», erklärt Tuchschmid.

Holz statt Öl

Als weiteres Traktandum ist die Totalsanierung der Fernwärmeheizung im Gemeindehaus aufgeführt. Die Holzkesselanlage ist 25 Jahre alt und muss laut Tuchschmid an die neuen Auflagen des Amtes für Umwelt bis zum Jahr 2021 angepasst werden. Dank erhöhter Leistung beim Holzkessel und grossem Wärmespeichervolumen könne bei der neuen Anlage zusätzlich auf einen Ölkessel verzichtet werden. Auch der Bau eines Wärmespeichers neben dem Gemeindehaus ist geplant. Die Investitionskosten belaufen sich laut dem Kostenvoranschlag auf 810'000 Franken. Tuchschmid ist laut eigener Aussage guter Dinge, dass das Stimmvolk den Anträgen des Gemeinderates folgen wird. «Es sind drei gute Projekte und ich hoffe, dass wir die nötige Zustimmung bekommen.» Des Weiteren wird morgen in einer Woche über die Erhöhung des Gemeindesteuerfusses abgestimmt. Im Rahmen des Massnahmepaktes «Gesunde Finanzen» soll dieser um fünf Prozent auf neu 61 Prozent erhöht werden.

red