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Der Kanton Thurgau ist primär von den Änderungen im Ostkonzept betroffen.
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09.11.2019 08:00

Regierungsrat wehrt sich gegen die Ostabflüge am Flughafen Zürich

Im August hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt die folgenden Verfahren vereinigt: das Gesuch um Genehmigung des Betriebsreglements 2017 (BR 2017), die Neufestlegung der zulässigen Lärmimmissionen in der Nacht und die Vorverlegung der letzten Slots am Abend. Der Regierungsrat schreibt in seiner Vernehmlassungsantwort, dass er sich gegen Ostabflüge und die Verlängerung der Piste 28 wehren wird.

Kanton In seiner Vernehmlassungsantwort schreibt der Regierungsrat, dass der Kanton Thurgau primär von den Änderungen im Ostkonzept betroffen ist, die im Betriebsreglement 2014 enthalten sind. In diesem Zusammenhang verweist er noch einmal auf seinen damaligen Antrag: Im Sinne einer konsequenten Entflechtung seien alle Abflüge auf die Routen südlich des Thurgaus zu verlegen, weil der Kanton im Falle einer Vollgenehmigung des BR 2014 bereits alle Anflüge im Ostkonzept tragen müsste. Wie gross die Auswirkungen einer Vollgenehmigung des BR 2014 sein werden, zeigen laut dem Regierungsrat die Fluglärmberechnungen eindrücklich. Im Vergleich zum Ist-Zustand Z0 wird sich die Belastung in der ersten Nachtstunde von 22 bis 23 Uhr massiv Richtung Osten ausweiten und nur die Stadt Winterthur aussparen. Statt nur am Rande wird der Kanton Thurgau die Fluglärmbelastung künftig von der Kantonshauptstadt Frauenfeld bis in die Agglomeration Wil spüren.

Zu den im Rahmen der Betriebsreglementsänderung 2017 beantragten Massnahmen bringt der Regierungsrat keine Bemerkungen an. Der Regierungsrat fordert eine grossräumige und konsequente Entflechtung der An- und Abflüge im Falle einer Vollgenehmigung des Ostkonzepts gemäss BR 2014. Gegen eine Verlängerung der Piste 28 werde er sich mit allen Mitteln wehren, schreibt er in seiner Vernehmlassungsantwort.

I.D.